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Re: Verschlucken beim Gasaufreissen

Verfasst: Mo Aug 11, 2025 21:39
von TT Georg
Dichtungen und o Ringe sind alle von topham
?
Düsen und Nadeln noch Ori?
Bohrungen alle wirklich frei?
Ventilspiel.und Steuerzeiten stimmen?
Fliehkraftversteller Federn noch gut?

Re: Verschlucken beim Gasaufreissen

Verfasst: Mo Aug 18, 2025 17:04
von martin58
Die Topham /Keyster Frage will ich bis auf Weiteres ausblenden, da ich bisher mit Keyster-Sätzen bei diversen anderen Motorrädern keine Probleme hatte.
Heute also noch mal Vergaser raus, Düsennadel gewechselt, Düsen und Luftleitungen nochmals auf Freigängigkeit getestet (Lichttest wg. des Luftkanals), alles freigängig, wieder montiert und immer noch keine Besserung der Problematik.
Bei abruptem Gasaufreißen knallt es massiv aus dem Auspuff, der Motor stockt eher, als dass er läuft. Bei sensibel-linearem Gasgeben deutlich besser bis keine Aussetzer.
Hatte vorher auch nochmals einen anderen (von Kedo neu gekauften) Kondensator montiert, keine Besserung.

Re: Verschlucken beim Gasaufreissen

Verfasst: Mo Aug 18, 2025 18:59
von Hanno
Ich hatte das gleiche Phänomen durch einen zerbröselten O-Ring vom Düsenstock im Vergaser. Sonst wie immer alle Masseleitungen prüfen!

Re: Verschlucken beim Gasaufreissen

Verfasst: Di Aug 19, 2025 9:49
von martin58
Heute früh nochmals Fliehkraftgewichte ausgebaut, Federn sind ok, Funktion geprüft, nach Einbau keine Besserung.
Der O-Ring zw. Düsenstock u. Vergasergehäuse ist augenscheinlich noch gut weil erst vor wenigen Hundert KM gewechselt (keine Ahnung, wann das war, Moped wurde vor einigen Jahren gewerblich komplett überholt und lief danach super), werde prophylaktisch den O-Ring gegen Neuteil tauschen.

Re: Verschlucken beim Gasaufreissen

Verfasst: Di Aug 19, 2025 10:14
von Mambu
Zündspule schon mal gewechselt?

Herzliche Grüße
Mambu

Re: Verschlucken beim Gasaufreissen

Verfasst: Mi Aug 20, 2025 8:20
von martin58
Vielen Dank für die Frage. Die Zündspule ist vor Jahren erneuert worden, nachdem die Maschine zunehmend schlechter startete.

Generelle Anmerkung zu dem Hocker: Komplette Überholung / Vollrestauration vor wenigen Jahren durch gewerblichen Anbieter, danach nur noch selten im Sommer bewegt, eigentlich nach der Überholung (wenn ich mich recht erinnere) immer problemlos. D. h. die üblichen (Alters / Wartungsdefizit -) Probleme liegen nicht vor.

Re: Verschlucken beim Gasaufreissen

Verfasst: Mi Aug 20, 2025 9:58
von Mambu
...nachdem Du soviel am Vergaser gemacht hast, ...ohne spürbaren Erfolg..., denke ich eher an einen zu schwachen Zündfunken.
Falls möglich, würde ich die Spule mal tauschen. Von einer korrekten Zündeinstellung und richtigem Kontaktabstand gehe ich mal aus. Steckverbindungen Lima, Zündspule usw. sind geprüft?

Herzliche Grüße
Mambu

Re: Verschlucken beim Gasaufreissen

Verfasst: Mi Aug 20, 2025 15:00
von Frank M
oder ein anderer Ansatz:
Kürzlich hatte ich einen Motor der sehr schlecht anspringen wollte, im oberen Drehzahlbereich Aussetzer hatte und an der Ampel gern ausploppte.
Nachdem ich erfolglos alles durchgemessen und durchgetauscht hatte war es letztlich das Kabel vom Unterbrecher zum Kabelbaum (das was diagonal über den Motor läuft). Scheinbar gab es am Kabel unsichtbare Isolationsbrüche mit Durchschlägen auf Masse. Nachdem ich das Kabel nebst Anschlüssen erneuert habe ist der gesamte Spuk vorbei.

Re: Verschlucken beim Gasaufreissen

Verfasst: Do Okt 02, 2025 17:17
von martin58
Moinsen, heute liefere ich die Auflösung des Rätsels!
Endlich bin ich mal dazu gekommen, die Zündung abzublitzen. Ich habs erst nicht glauben wollen, die Zündung war viel zu früh. Im niedrigen Drehzahlbereich war sie bereits auf voller Frühzündung, ab 3000 umin ist die Zündung dann durch die Fliehgewichte nochmals deutlich früher gestellt worden. Dass der Motor das erst ab gut 4000 umin einigermaßen abkonnte, erscheint eigentlich logisch.
Wie konnte der Fehler entstehen? Ich habe anfangs die Zündung nur statisch nach Augenmaß eingestellt. Das Startverhalten war eigentlich ok, und das Laufverhalten bis 3000 Umin stimmte auch, so habe ich gedacht, die Zündung sollte in etwa stimmen.
Klassischer Fall von Selbstüberschätzung!!

Re: Verschlucken beim Gasaufreissen

Verfasst: Do Okt 02, 2025 17:28
von Mambu
... :mrgreen: ...

Hauptsache die Karre läuft wieder! :wink:

Herzliche Grüße
Mambu

Re: Verschlucken beim Gasaufreissen

Verfasst: Mo Okt 19, 2026 0:08
von JM0
...das ist die "unterste" Bohrung von hinten her gesehen. Ich habe mich hier mal im SR-Forum bedient, ist zwar ein VM34, spielt aber in dem Fall keine Rolle:
Screenshot_20250808_110439_Chrome.jpg
Die "rote" Bohrung mündet über eine Düse mit ca. 0,7 mm in der Bohrung für den Düsenstock. Wenn man also in die Düsenstockbohrung reinleuchtet, müsste man von hinten Licht sehen. Diese Bohrung setzt sich doch gerne mal zu, insbesondere wenn sich ein Luftfilter altersbedingt auflöst... :wink:

Herzliche Grüße
Mambu
Kann eine verschlossene Bremsluftbohrung dazu führen, dass der Motor trotz voll auf Anschlag eingedrehter LL-Schraube nicht abstirbt bzw. gerade da gut läuft?

Re: Verschlucken beim Gasaufreissen

Verfasst: Do Okt 22, 2026 5:41
von Jue_Hartmann
mMn sollte man bei so einem Verschlucken mit Knallen im Auspuff beim abrupten Gasaufreißen die Zündung dynamisch mit der Stroboskoplampe prüfen, bevor man den Vergaser zum x-ten Mal zerlegt, denn eine rein statische Einstellung nach Augenmaß sagt über den Verlauf der Frühzündung bei steigender Drehzahl herzlich wenig aus. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht das ein Motor im unteren Bereich scheinbar sauber läuft und trotzdem zu früh zündet, und der Fliehkraftversteller legt dann oben nochmal eine Schippe drauf, bzw. wenn er etwas hakt oder die Federn ermüdet sind, wird es ggf. noch unberechenbarer. Die Bremsluftbohrung und die Leerlaufdüse gehören natürlich trotzdem zum Pflichtprogramm, aber wenn alles frei ist und die Symptome nur bei schnellem Gasgeben auftreten und bei sanftem Gasgeben nicht, würde ich zuerst Zündzeitpunkt und Kontaktabstand sauber mit dem Blitzer kontrollieren und erst danach weiter am Vergaser suchen.

Viele Grüße, Jürgen