Mehr Stabilität für die Räder

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Mehr Stabilität für die Räder

Beitragvon Klaus » Mi Jul 21, 2004 13:37

Um den Speichenrädern mehr Stabilität zu geben kann man die Kreuzpunkte der Speichen mit Kabelbinder verbinden. Kaum zu glauben aber das bringt eine ganze Menge. Angenehmer Nebeneffekt ist, dass bei einem Speichenbruch immer das längere Ende festgehalten wird und somit keinen weiteren Schaden anrichten kann.
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Beitragvon Klaus » Mi Aug 11, 2004 22:08

Nochmal zum Thema:

Muß die nächsten Tage zum TÜV mit der XT von meinem Weggefährten Andreas. Bei der Durchsicht ist mir eine gebrochene Speiche aufgefallen, war kaum zu sehen.

Die Speichen waren an den Kreuzpunkten mit Kabelbinder verbunden. Gott sei dank muss man in diesem Fall sagen. Sonst hätte das lange Ende sicher unkontolliert Purzelbäume geschlagen im Rad und u.U. viel Schaden angerichtet.
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Re: Mehr Stabilität für die Räder

Beitragvon weibeler » Sa Mai 24, 2008 16:42

Um den Speichenrädern mehr Stabilität zu geben kann man die Kreuzpunkte der Speichen mit Kabelbinder verbinden. Kaum zu glauben aber das bringt eine ganze Menge. Angenehmer Nebeneffekt ist, dass bei einem Speichenbruch immer das längere Ende festgehalten wird und somit keinen weiteren Schaden anrichten kann.
Der Tip mit den Kabelbindern als Sicherung ist wirklich sinnvoll bei Speichenbrüchen. Dadurch wird das Verhaken mit Teilen verhindert und das Durchstechen des Schlauchen mit sofortigem Druckverlußt. Ein Durschuss des Schlauchs durch eine Speiche ist mir vor vielen Jahren mal mit einer XL350 am Vorderrad auf der Autobahn passiert. War kein Spaß und ohne etwas Geländeerfahrung wäre ich sicher abgeflogen.

Aber:
1. mit Kabelbinder übersieht man schnell und u.U. für lange Zeit einen Speichenbruch. Ergo gewissenhaft kontrollierne!
2. die Versteifung des Rades durch Kabelbinder kann man vergessen, da passiert gar nichts. Alle im Speichenrad angreifenden Kräfte ergeben in der Speiche eine Längenänderung mit entsprechender Änderung der Zugkraft. An den Kreuzungspunkten verschieben sich die Speichen gegeneinander, aber nur sehr wenig. Das hält kein Kabelbinder dieser Welt. Dieses Gerücht kommt wohl, da bei Bahnrennrädern die Kreuzungspunkte der Speichen mit Draht umwickelt und anschließend verlötet werden(wurden). Das Versteift dann wirklich.
3. Im Zusammenhang mit Rädern möchte ich vor der Unsitte warnen, an Stelle der Felgenbänder Gewebeband zu kleben. Das macht im Motocross Sinn, wenn alle paar Wochen oder Monate der Reifen gewechselt wird und Schäden am Band auffallen. Am Straßenmotorrad wo das Band u.U. viele Jahre drin ist und altert, scheuert das Band dann am Nippel durch, besonders wenn man die Nippel nachzieht. Dann reißt es ein. Ist mir auch schon passiert und der Nippel lag frei.
ich hatte kein problem, ich hatte MZ

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Beitragvon motorang » Mo Mai 26, 2008 10:22

Ich glaube das wird ein wenig überschätzt, sowohl was die Steifigkeit als auch was die möglichen Schäden angeht.

Ich hatte schon einige gerissene Speichen, aber noch nir irgendeinen Schaden deswegen am Schlauch oder Fahrwerk.

Sinn würde ich nur bei Geradspeichen sehen die sonst in der Nabe (Bremstrommel) verschwinden können, wie beispielsweise bei MZ.

Ansonsten kenn ich das eher von Vorkriegern, dass man die Kreuzungs-Drahtbinderei gegen vibrationsbedingstes Speichenreissen propagierte (schreibt zumindest Hertweck) - aber das waren deutlich andere Voraussetzungen, sowohl von der Federung als auch von Speichenmaterial und Straßenverhältnissen her ...

Gryße!
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Hiha
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Beitragvon Hiha » Mo Mai 26, 2008 11:08

Ich hatte mal ein XT600-Vorderrad mit einer am Nippel gerissenen Speiche. (Die zugehörige Felge hast Du daheim :-)
Ich hab den Abriss ignoriert, die Speiche saß ja noch in der zylindrischen Restbohrung des Nippels. Bei so ca. 120 hat sich der Nippel aber scheins um die nötigen 2mm nach aussen gerückt, die Speiche kam frei, hat sich komischerweise auch gleich aus ihrer Lage fortbewegt, und sich innen um die Nabe gewickelt, soweit das bei der geringen Länge überhaupt geht, und zwischen Bremssattel und Tauchrohr gehörigen Lärm verursacht. Der Lack an Tauchrohr und Sattel war nach den wenigen Umdrehungen die ich dem Vorderrad dann noch gegönnt hab, auch gründlich beschädigt bis weg.

Eigentlich ist das unlogisch, weil die Fliehkraft die Speiche ja nach aussen zieht. Aber scheins nur auf den ersten Blick...
Am Hinerrad hatte ich sowas wie oben auf den Fotos zu sehen schon öfters, da ist nie was passiert.

Daher: SCHADEN tut die Drahtumwicklung sicherlich nicht.
Die Steifigkeit wird sie bei so kurzspeichigen und schräg verspeichten Rädern wie den Unsrigen aber sicherlich NICHT messbar verbessern.

Gruß
Hans


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